Das Kallitypie-Verfahren

Cyanotypie

  • Das Original

    Die Kallitypie ist eine frühe fotografische Technik, die im 19. Jahrhundert sehr gebräuchlich war. Sie wurde 1889 erstmals von dem englischen Chemiedozenten W. W. J. Nichol patentiert.

    Die Technik basiert auf dem bereits aus dem Jahr 1850 bekannten Argentotypieprozess. Hierbei wird Silbernitrat (mittels lichtempfindlicher Eisensalze) in metallisches Silber umgewandelt. Die Rezeptur für die Kallitypie ist mehrfach verändert worden. Ich orientiere mich am Verfahren von WOLFGANG MOERSCH.

     

  • Das Negativ

    Das Original wird mit einem Bildverarbeitungsprogramm in ein Schwarz-Weiß-Negativ umgewandelt. Mit einem Tintenstrahldrucker werden die Bilder auf Transparentfolie gedruckt.

  • Beschichtung - Belichtung - Entwicklung

    Als Fotopapier finden hochwertige Aquarellpapiere von 300g/m² Verwendung. Die lichtempfindliche Chemikalie wird im Fotolabor auf das Paper aufgetragen. Nach der Trocknung wird das Negativ im Kopierrahmen ausgerichtet und fixiert. Die Belichtung erfolgt durch UV-Licht und dauert einige Minuten. Nach der Belichtung wird der Abzug entwickelt, im Klärbad gestoppt und anschließend fixiert. Ist das Ergebnis zufriedenstellend kann der Abzug gepreßt werden, um das Papier zu glätten.

    Soll das Bild getönt werden, wird der fertige Abzug erneut gewässert und in mehreren Arbeitsschritten mit Selen- oder Goldtoner behandelt, bis der gewünschte Effekt entsteht. Anschließend wird das Papier wieder getrocknet und gepreßt.

  • Präsentation

    Die fertigen Kallitypien sind handgefertigte Unikate. Das manuelle Aufbringen der lichtempfindlichen Lösung, die Beschaffenheit des Papiers, die Belichtungszeit sowie das Mischungsverhältnis haben Einfluß auf das fertige Ergebnis. Somit sind leichte Abweichungen von Blatt zu Blatt charakteristisch und ein singuläres Qualitätsmerkmal.

    Die fertigen Drucke werden nummeriert und handsigniert, sodaß die jeweilige Limitierung auf 99 Blatt gewährleistet ist.

     

    Aufgrund der digitalen Darstellung im Internet können Farben, Helligkeit und Kontrast etwas vom Original abweichend erscheinen. Ebenso ist die Oberflächenstruktur des hochwertigen Papiers am Monitor nur bedingt darstellbar. Ich bemühe mich jedoch, das Ergebnis möglichst originalgetreu zu präsentieren.

     

    Die Blattmaße betragen jeweils DIN A5, DIN A4 und DIN A3.

     

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